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Soziales - Hamburg

Sozialverband fordert bessere Fußwege für ältere Menschen

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Hamburg (dpa/lno) - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat eine stärkere Berücksichtigung älterer Fußgänger beim Ausbau der Hamburger Verkehrswege angemahnt. Zwar sei es wichtig, "Straßen zu sanieren und und den Fahrradverkehr neu zu organisieren", sagte der Landesvorsitzende Klaus Wicher am Freitag in Hamburg. Aus seiner Sicht bleibe dabei in der Hansestadt jedoch eine große Gruppe außen vor. "Wer zu Fuß unterwegs ist und dann auch noch alt und bewegungseingeschränkt - der traut sich bald nicht mehr auf die Straße", warnte er.

"Gehwegplatten die hochkommen, Baumwurzeln, die sich breit machen - dies kann für ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß oder mit dem Rollator unterwegs sind, zur Stolperfalle werden." Auch würden ältere Menschen durch teils aggressiv fahrende Radler verunsichert. "Die Vermischung dieser Verkehre ist für sie nicht mehr händelbar, denn sie können nicht immer schnell und angemessen auf die ständig wechselnden Straßensituationen reagieren." Kurze Grünphasen machten auch das Überqueren mehrspuriger Straßen für sie zum Alptraum. "So schnell sind teilweise nicht mal Jüngere."

Immer wieder höre er bei den Treffen in den SoVD-Ortsverbänden Beschwerden über eine teils sinnfreie und nicht abgestimmte Koordination von Baustellen. "Dass der Senat nach wie vor keinen Eingreifbedarf sieht, sagt mir: Rot-Grün kann das Thema Verkehr nicht", sagte Wicher.