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Soziales - Erfurt

Werner begrüßt Vorstoß der Grünen für Kindergrundsicherung

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens Sozial- und Familienministerin Heike Werner (Linke) begrüßt den Vorstoß der Grünen auf Bundesebene zur Einführung einer Kindergrundsicherung. "Ich setze mich schon seit Jahren für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein, die alle Kinder und Jugendlichen wirksam vor Armut und Ausgrenzung schützt", erklärte die Ministerin am Donnerstag in Erfurt. Sie freue sich, dass jetzt auch die Grünen ein entsprechendes Konzept vorgelegt hätten. "Denn nur mit einer breiten politischen und gesellschaftlichen Unterstützung wird die Einführung einer Kindergrundsicherung gelingen können."

Eltern sollen nach dem Willen der Grünen künftig pro Kind eine Grundsicherung von 280 Euro monatlich bekommen. Familien mit kleinem Einkommen soll zusätzlich ein "GarantiePlus-Betrag" zustehen, der von ihrem Einkommen und dem Alter der Kinder abhängt. Mit der Kindergrundsicherung wollen die Grünen das komplizierte System aus Kindergeld, Kinderfreibetrag, Kinderzuschlag und Hartz-IV-Satz für Kinder ablösen und Kinderarmut in Deutschland bekämpfen. Parteichefin Annalena Baerbock und Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt stellten das Konzept am Donnerstag in Berlin vor.