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Soziales - Berlin

Finanzspritze für Notfallseelsorge

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Berlin (dpa/bb) - Berlin unterstützt die Notfallseelsorge in diesem und im kommenden Jahr mit insgesamt 90 000 Euro. Damit beteilige sich das Land erstmals an dieser Hilfe in psychosozialen Ausnahmesituationen, sagte Stefan Förner, Pressesprecher des Erzbistums Berlin. Bisher sei die Arbeit allein von den Kirchen und anderen Institutionen finanziert worden.

Notfallseelsorger unterstützen Polizei und Feuerwehr seit 2004 beispielsweise dabei, Angehörigen eine Todesnachricht zu überbringen. 2016 leisteten sie nach dem Terroranschlag an der Gedächtniskirche Hilfe - für Überlebende und Zeugen, aber auch für Rettungskräfte und Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, die schreckliche Bilder sahen. Die rund 300 Notfallseelsorger arbeiten ehrenamtlich, nur für die Koordination gibt es wenige feste Stellen.

Das zusätzliche Geld fließe vor allem in Ausbildung und Ausstattung der Helfer, sagte Förner. Pro Jahr gebe es bisher rund 350 Einsätze. Pro Einzelfall will das Land künftig 150 weitere Euro an Unterstützung zahlen - bis zu einer jährlichen Gesamtsumme von 45 000 Euro.