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Rassismus - Stuttgart

Baden-Württemberg und Ostbelgien: Zeichen gegen Rassismus

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Brüssel/Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg und das deutschsprachige Ostbelgien wollen künftig enger zusammenarbeiten. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG), Oliver Paasch, unterzeichneten am Donnerstag in Brüssel eine Erklärung. Erstrecken soll sich die Kooperation auf die Bereiche Antidiskriminierung, Demokratieförderung und Extremismusprävention, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte.

"Mit der Unterzeichnung der Erklärung setzen Baden-Württemberg und Ostbelgien ein deutliches Zeichen für europäische Werte und gegen Rassismus und Diskriminierung", sagte Lucha. Ministerpräsident Paasch betonte, dass man durch die Zusammenarbeit Populisten und Extremisten etwas entgegensetze. Angedacht sind laut Sozialministerium etwa grenzüberschreitende Veranstaltungen sowie Kurzpraktika in den beteiligten Ministerien. Zudem sei Ostbelgien an einem Austausch über die Integrations- und Sprachprogramme in Baden-Württemberg wie den Deutschkursen für Flüchtlinge interessiert.

Die DG ist eine von drei politischen Gemeinschaften in Belgien. In dem Teilstaat leben etwa 77 000 Menschen. Der Unterzeichnung vorausgegangen waren mehrere Treffen zwischen Vertretern der Gemeinschaft und des Sozialministeriums.