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Gesellschaft - Güstrow

Religion wird häufiger als Prüfungsfach gewählt

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Güstrow (dpa/mv) - Immer mehr Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern wählen Religion als Prüfungsfach zur Mittleren Reife. Das haben Schulseelsorger im Rahmen der mecklenburgischen Kirchenkreissynode in Güstrow berichtet. Gleichzeitig würden sich auch die Themen der Jahresarbeiten mehr den Lebenswelten der Kinder und Mädchen verändern, wie der Kirchenkreis Mecklenburg am Samstag mitteilte. So würden sich die Jugendlichen in den Arbeiten mit persönlicheren Fragestellungen beschäftigen. Als Beispiele werden Titel wie "Es gibt mehr als Mann und Frau" oder "Auf dem Weg durch die Welt zu sich selbst: Fantasy-Literatur und Religion" genannt.

Auf der Synode zog zudem der scheidende Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn eine erste Bilanz. So sei die Kirche in der Region offener geworden, sagte er laut Mitteilung. Im öffentlichen Raum, bei Festen und ähnlichem sei Kirche heute selbstverständlich mit dabei.

Nicht vollends gelungen sei dagegen, Pastoren von ihren Aufgaben in der Geschäftsführung zu entlasten, damit sie mehr zu ihrer eigentlichen Arbeit kommen. Maltzahn wird am 11. Mai im Schweriner Dom aus seinem Dienst verabschiedet. Er war zwölf Jahre lang zunächst Landesbischof und dann Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern.