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Gesellschaft - Güstrow

Bestattungskultur Thema im evangelischen Kirchenparlament

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Güstrow (dpa/mv) - Die Bestattungskultur ist für die evangelische Kirche in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiges Thema - neben den Kommunen betreiben ihre Gemeinden die meisten Friedhöfe im Land, gerade im ländlichen Raum. Angesichts der Diskussion um Änderungen am Bestattungsrecht - so gibt es Forderungen nach einer Aufweichung des Friedhofszwangs - beschäftigt sich das Parlament des Kirchenkreises Mecklenburg am heutigen Freitag bei seinem Treffen in Güstrow damit. Am Samstag wollen die 55 Teilnehmer der Synode eine Position für die Debatte um die Bestattungskultur vorlegen.

Nach Angaben einer Mitarbeiterin des Kirchenkreises Mecklenburg betreibt die Kirche allein im Landesteil Mecklenburg 620 Friedhöfe. Zum Kirchenkreis gehören 243 Kirchgemeinden mit rund 164 000 Mitgliedern. Er ist einer von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche. Im Nordosten gibt es zwei Kirchenkreise - jeweils einen in Mecklenburg und Vorpommern.

Eine Expertenkommission des Landtags berät seit Dezember über eine Neufassung des Bestattungsgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern. Dem 20-köpfigen Gremium gehören neben Landtagsabgeordneten auch Vertreter der beiden Kirchen sowie der Juden und Muslime, des Städte- und Gemeindetags, Rechtsmediziner, der Bestatterfachverband sowie Verbraucherschützer an. Dabei geht es neben dem Friedhofs- und Bestattungswesen auch um weitere Fragen rund um den Tod, wie zum Beispiel die Leichenschau.