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Zahlengedächtnis: Polizistin will Rekord zurückholen

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Frankfurt/Emden (dpa/lhe) - Eine Zahlenfolge mit 16 000 Stellen hat die Polizistin Susanne Hippauf auswendig gelernt, nun peilt sie den deutschen Rekord an. Kommendes Wochenende (29./30. März) tritt die 37-Jährige im niedersächsischen Emden beim Pi-Wettbewerb an - dabei geht es darum, möglichst viele Nachkommastellen der Kreiszahl Pi aufzuzählen. Die Oberkommissarin am Frankfurter Polizeipräsidium hatte den Rekord schon einmal errungen, fünfeinhalb Stunden lang schrieb sie dabei genau 11 104 Nachkommastellen der mit 3,14 beginnenden Zahl auf. Doch wenige Monate später, im vergangenen September, übertraf sie ein Konkurrent mit 15 320 Stellen.

Nun also ein erneuter Anlauf. Seit Januar bereitet sich Hippauf vor. Sie lernt die Zahlen nicht einfach auswendig, sondern wendet eine Technik an, bei der sie die Ziffern mit Orten und Personen verknüpft, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Donald Trump sowie prominente Fußballspieler und ihre Oma. An die Nachkomma-Stellen, die sie zuletzt gelernt hat, dürfte sich die Polizistin besonders gern erinnern: "Ich habe in Kopenhagen meinen Freund kennengelernt und wir waren inzwischen auch zusammen in Wien. Die Route enthält alles, was wir gemeinsam gemacht haben", berichtet sie.

In Emden wird sie die Zahlen in einen Computer eingeben, bis zu sechseinhalb Stunden hat die Polizistin dafür Zeit. Nach wie vor ist sie weltweit die beste Frau im Pi-Memorieren. Ein Mann aus Indien hält den offiziellen Weltrekord mit mehr als 70 000 Nachkommastellen.