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Freizeit - Bramsche

Zeitreise zu Römern und Germanen im Osnabrücker Land

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Bramsche (dpa/lni) - Rund 10 000 Besucher sind am Sonntag in Kalkriese bei Bramsche in die Welt der Römer und Germanen eingetaucht. Hunderte Darsteller in historischen Gewändern hatten im Park des Archäologie-Museums am Ort der Varusschlacht ihr Lager aufgeschlagen. Sie gaben Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren: In den Garküchen lockten Speisen nach Originalrezepten wie der römische Getreidebrei Puls. Außerdem gab es Modenschauen, Stände mit Kunsthandwerk und Schmuck sowie Schlachtvorführungen. So zeigten Legionäre Kampfformationen wie die bekannte "Schildkröte".

Kalkriese ist ein Bodendenkmal. Dort wird seit 30 Jahren die Varusschlacht zwischen Römern und Germanen im Jahr 9 nach Christus wissenschaftlich untersucht. Die Römer, angeführt von Publius Quinctilius Varus, gerieten im heutigen Osnabrücker Land in einen Hinterhalt. Als Sieger der Schlacht gilt der Cheruskerfürst Arminius.

Die Römer- und Germanentage werden alle zwei Jahre in Kalkriese veranstaltet. Mit dabei waren auch Darsteller aus Italien und Rumänien. "Was mich besonders freut ist, dass wir fast ausnahmslos zufriedene Besucher hatten und viel positives Feedback bekommen haben. Wir sind erleichtert, dass das Wetter mitgespielt hat und die Veranstaltung reibungslos verlaufen ist", sagte Geschäftsführer Joseph Rottmann am Montag.

Wer von dem Spektakel draußen genug hatte, konnte sich im Museum die Dauerausstellung sowie die Sonderausstellung "Roms Legionen" anschauen.