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Selbsthilfe für Stotterer will Anschluss an Bayern

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Erfurt/Frechen (dpa/th) - Thüringen ist bislang das einzige Bundesland, das durch keinen Landesverband in der Bundesvereinigung für Stottern und Selbsthilfe (BVSS) vertreten ist. Durch einen Zusammenschluss mit dem bayerischen Landesverband könnte diese Lücke geschlossen werden. "Wir könnten dann leichter an Seminaren teilnehmen, von den Erfahrungen der bayerischen Kollegen profitieren und einfacher Öffentlichkeitsarbeit betreiben", erklärte der Thüringer Regionalbeauftragte der BVSS, Ralph Anschütz. In den Ländern wurde der Zusammenschluss schon angenommen, die Entscheidung des Bundesverbands soll im November folgen.

Rund ein Prozent der deutschen Bevölkerung ist nach Angaben des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) vom Stottern betroffen. Die Sprechstörung tritt meist im Kindesalter auf, nach Ende der Pubertät gilt eine Heilung als höchst unwahrscheinlich. Selbsthilfegruppen und spezielle Therapien können den Betroffenen jedoch helfen, einen souveränen Umgang mit dem Stottern zu erlernen. Der Welttag des Stotterns am 22. Oktober soll dazu beitragen, Vorurteile abzubauen.