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Musik - München

Jackson-Fans gedenken ihres Idols und trotzen Vorwürfen

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München (dpa/lby) - Allen Vorwürfen des Kindesmissbrauchs zum Trotz bleibt Michael Jackson für sie der größte Musikstar aller Zeiten: Einen Tag vor dessen zehnten Todestags haben am Montag Dutzende Fans des "Kings of Pop" bei einer Gedenkveranstaltung in München an ihr Idol erinnert. Vor dem Luxus-Hotel Bayerischer Hof, in dem der Sänger mehrmals übernachtet hatte, legten sie am inoffiziellen Michael-Jackson-Denkmal rote Rosen und Kerzen nieder. Zu der Veranstaltung hatten unter anderem die Macher des Jackson-Musicals "Beat it!" sowie ein Münchner Fanclub aufgerufen - die Gäste waren überwiegend Darsteller und Wegbegleiter Jacksons.

In dem umstrittenen Dokumentarfilm "Leaving Neverland" erheben zwei Männer heftige Missbrauchsvorwürfe gegen den 2009 gestorbenen Musiker. Musical-Produzent Oliver Forster sagte, kein Künstler führe nach seinem Tod noch immer zu solchen kontroversen Debatten wie Jackson. Von den schweren Vorwürfen "lassen sich Fans aber nicht beeindrucken." Die Zuschauer seines Musicals ließen sich davon nicht abschrecken, Tickets zu kaufen. Auch Nena Akhtar vom Fanclub treuer Jackson-Anhänger in München zeigte sich unbeeindruckt: "Ich bin mir sicher, dass Michael Jackson unschuldig war und unschuldig ist."

Im Alter von 50 Jahren war der "King of Pop" am 25. Juni 2009 durch eine Überdosis des Narkosemittels Propofol gestorben.