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Musik - Hamburg

Auch Hamburgs 23. Schlagermove soll Fest der Liebe werden

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Hamburg (dpa/lno) - Biene Maja, die Schöne Maid und Michaela laden auch dieses Jahr wieder zum knallbunten Karneval des Nordens auf Hamburger Straßen: Am Sonnabend tobt von 15.00 Uhr an zwischen Heiligengeistfeld und Landungsbrücken, St. Pauli Fischmarkt und Reeperbahn zum 23. Mal die Kultveranstaltung Schlagermove. Knapp 50 geschmückte Trucks mit aufgebauten Musikanlagen, von denen lautstark deutsche Mega-Hits der 60er und 80er Jahre erschallen, werden wohl wieder Hunderttausende schrill kostümierter Fans aller Altersstufen anlocken. Live sollen Stars wie Rosanna Rocci, Willi Herren, Peter Sebastian und Olaf Henning auftreten.

Im vergangenen Jahr nahmen laut Pressesprecher Axel Annink 400 000 Schlagerfreunde aus der ganzen Republik teil an der Riesen-Gaudi, die viele als Festival der Liebe bezeichnen. Bereits am Freitag steigt ab 19.00 Uhr in mehreren Festzelten auf dem Heiligengeistfeld bei freiem Eintritt eine Warm-Up-Party mit Talentschuppen. Am Sonnabend soll Deutschlands größte Schlager-Parade dort mit einer üppigen Fete ausklingen.

Tickets dafür sind unter www.schlagermove.de sowie am Sonnabend von 13 bis 24 Uhr auf dem Heiligengeistfeld erhältlich. Beim großen Umzug, der eine Strecke von 3,5 Kilometern zurücklegt, wird erstmals ein Wagen eigens für Rollstuhlfahrer dabei sein, wie die Veranstalter kürzlich bekannt gaben.

Leuchtende Teufelshörner in grellfarbigen Perücken, Blumenketten, Hawaiihemden und Schlaghosen gehören wie die allgegenwärtigen Prilblumen zur Grundausstattung von Hardcore-Schlagermovefans - ebenso wie Schlumpf-Outfits. Gern mit Bierflasche oder Fischbrötchen in der Hand intoniert man Gassenhauer wie "Fiesta Mexicana" oder "Er hat ein knallrotes Gummiboot".

Die seit 1997 bestehende Massenveranstaltung hat wegen ihrer Produktion von Krach und Müll aber auch mit dem Unmut der Anwohner zu kämpfen. Die Bezirksversammlung von Hamburg-Mitte hat wieder Grünes Licht mit den Auflagen der vergangenen Jahre gegeben, zu denen die Zahl der Ordner und eine Kontrolle von Wildpinklern gehören. Mittlerweile vom Tisch sei die lange mit der Politik geführte Diskussion über eine Verlagerung des Standorts, erklärte Annink.