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Musik - Dresden

Dresden wieder Oldtime-Jazz-Zentrum

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Dresden (dpa/sn) - Mit einem Familienkonzert im Dresdner Zoo unter blauem Himmel hat am Sonntag zum 49. Mal das Internationale Dixieland Festival in der Elbestadt begonnen. Nach Angaben der Organisatoren kamen mehr als 8000 Besucher, darunter viele mit "Kind und Kegel". "Wir sind sehr zufrieden", sagte ein Sprecher am Nachmittag. Schon am Morgen habe es viel Andrang gegeben. Beim traditionellen Auftakt sorgten unter anderen die Lamarotte Jazzband aus den Niederlanden und The Swinging Bluebirds für Stimmung.

Dresden nimmt für sich in Anspruch, Europas größtes Festival für Oldtime-Jazz zu haben. Gefeiert wird es wie ein Volksfest. Diesmal sind mehr als 230 Musiker aus zehn Ländern dabei. Sie spielen bis zum 26. Mai unter dem Motto "All That Jazz!" auf 50 Bühnen im ganzen Stadtgebiet insgesamt 190 Stunden Ur-Dixieland, Swing, Gipsy-Jazz, Blues & Boogie oder Pop und Soul. Zu den Höhepunkten zählen eine Dixie-Dampferparade auf der Elbe und ein Abschlussumzug durch die Stadt.

Das Dixieland Festival hatte 1971 im Kulturpalast mit sechs Bands Premiere. Noch vor dem Mauerfall war es auch im Westen bekannt. 1975 trat mit der Old Merry Tale Band aus Hamburg erstmals eine Formation aus Westdeutschland auf. Bands wie die Umbrella Jazzmen aus dem Westen Berlins wurden später zu Publikumslieblingen. Für 2018 stehen rund 350 000 Besucher zu Buche.