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Museen - Jena

Auszeichnung für Bauweise des Zeiss-Planetariums in Jena

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Jena (dpa/th) - Das Zeiss-Planetarium in Jena ist am Donnerstag für seine Bautechnik ausgezeichnet worden. In einer Zeremonie verliehen die Ingenieurkammern von Bund und Land dem Planetarium den Titel "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland". Damit würdigten sie die Bedeutung, die das Gebäude für die Entwicklung des Stahlbetonbaus im 20. Jahrhundert hatte. Das Planetarium wurde 1926 eröffnet und ist laut Bundesingenieurkammer das betriebsälteste der Welt.

Die Planung der Bautechnik geht auf Walther Bauersfeld (1879-1959) zurück. Mit dem Planetarium erfand der Ingenieur den modernen Schalenbau, hieß es in der Würdigung der Bundesingenieurkammer. Die große Kuppel des Gebäudes, auf die der Sternenhimmel projiziert wird, hat einen Durchmesser von 25 Metern. Ihre Oberfläche umfasst 981 Quadratmeter. Das Eisenfachwerk der Kuppel wurde mit einer sechs Zentimeter starken Betonschicht ausgefüllt und umkleidet - eine damals neuartige Technik. Zusätzlich habe Bauersfeld eine "revolutionäre" Projektionstechnologie entwickelt, hieß es in der Würdigung.

Unter anderem Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hielt ein Grußwort. Die Initiative der Ingenieurkammern stärke das öffentliche Bewusstsein für die Ingenieurbaukunst, sagte er.