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Museen - Geisa

Mauerfall-Jubiläumsjahr: Grenzmuseen erwarten viele Besucher

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Geisa/Rasdorf (dpa/lhe) - Die Museen an der Landesgrenze von Hessen zu Thüringen stellen sich im 30. Jahr nach der deutsch-deutschen Grenzöffnung auf viele Besucher ein. Es zeichne sich großes Interesse vor allem aus dem Ausland ab, erklärte die Gedenkstätte Point Alpha. Point Alpha steht heute unter anderem für das Museum. Früher war es der Name eines ehemaligen US-Militärcamps zwischen dem osthessischen Rasdorf und dem thüringischen Geisa. Soldaten aus den Machtblöcken von Ost und West standen sich dort bewaffnet gegenüber.

Um einen Eindruck der deutschen Wende-Historie mit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 zu bekommen, haben sich nicht nur aus dem Inland Besucher bei Point Alpha angekündigt. Buchungen für Führungen lägen auch aus Italien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und sogar aus dem fernen, immer noch geteilten Südkorea vor.

Am 24. April eröffnet in Point Alpha eine Plakat-Ausstellung. Sie widmet sich der Macht der Gefühle. Anlass der Schau sind die vielen Jahrestage, die 2019 dazu anregen, sich mit der Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland auseinanderzusetzen, wie die Gedenkstätte erklärte und unter anderem auf 30 Jahre Friedliche Revolution in Deutschland verwies. Die Ausstellung zeigt den Einfluss von Gefühlen auf Politik und Gesellschaft. Präsentiert werden Texte, historische Fotos und Faksimiles.

Mit viel Besucher-Interesse in diesem Jahr rechnet auch das Museum Schifflersgrund in Asbach-Sickenberg im thüringischen Eichsfeld. Der Ort grenzt an das nordhessische Bad Sooden-Allendorf. Im Museum wird nach Angaben des pädagogischen und wissenschaftlichen Leiters Christian Stöber unter anderem eine Sonderausstellung mit Fotos vom ehemaligen Grenzverlauf zwischen Heiligenstadt (Thüringen) und Bad Sooden-Allendorf gezeigt.