Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 31°

Museen - Frankfurt am Main

Senckenberg-Museum bietet virtuellen Ausflug ins Jurameer

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Boden bricht auf, der Meeresspiegel steigt - und plötzlich Fische, Fischsaurier und längst ausgestorbene Verwandte des Tintenfischs in greifbarer Nähe. Mitten im Frankfurter Senckenberg-Museum werden die urzeitlichen Bewohner des tropischen Jurameeres seit Freitag zur virtuellen Realität. Mit zwei Spezialbrillen reisen Besucher ab sechs Jahren in der neuen Sonderausstellung "Virtual Reality: Eintauchen ins Jurameer" in die Zeit von vor 200 bis 145 Millionen Jahren.

Das Museum reagiert laut Leiter Bernd Herkner mit der Digitalisierung auf veränderte Besuchergewohnheiten. "Wir wollen die Besucher Dinge erleben lassen, die sie nur hier erleben können." Etwa ein halbes Jahr dauerte die aufwendige Entwicklung, die eine auf 3D-Animationen spezialisierte Agentur übernahm. Die Kosten von rund 15 000 Euro wurden mithilfe von Spenden sowie aus Mitteln des Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen finanziert.

Bereits seit Dezember 2015 sind Dinosaurier im Senckenberg-Museum mit Virtual Reality-Brillen zu erleben, mehr als 50 000 Besucher wurden bisher gezählt. "Die Animation des Jurameeres ist allerdings noch einmal deutlich aufwendiger", erklärt Sprecherin Anna Lena Schnettler. Statt eines zweidimensionalen Films können sich die Besucher in der 3D-Welt jetzt frei bewegen, bücken, nach Belieben umdrehen. Möglich machen dies zwei Sensoren, die den Standort der Brillenträger erkennen.