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Literatur - Ranis

Über Vielfalt und Identität: Thüringer Literaturtage starten

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Ranis (dpa/th) - Die Thüringer Literaturtage beschäftigen sich dieses Jahr mit Fragen von persönlicher und gesellschaftlicher Identität. "Es geht um die Suche nach Selbsterkenntnis auf der einen Seite, aber auch um das Selbstverständnis unserer Gesellschaft", sagte Ralf Schönfelder vom Veranstalter Lese-Zeichen e.V. Die Literaturtage starten am Donnerstagabend auf Burg Ranis. So sind Lesungen und Gespräche mit Terézia Mora - der letztjährigen Gewinnerin des Georg-Büchner-Preises -, Lucy Fricke und Feridun Zaimoglu geplant.

Bis Sonntagabend sind in Ranis 15 Veranstaltungen geplant. Danach bietet ein Rahmenprogramm weitere Lesungen bis Ende Juni. "Unser Anliegen ist, in die Breite zu gehen: geografisch als auch formal", sagte Schönfelder. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ganz Deutschland sind eingeladen, neben den üblichen Autorenlesungen werden verschiedene andere Veranstaltungsformen geboten. So wird etwa Tanz und Text kombiniert oder Musik und Lyrik.

Die Thüringer Literaturtage sind einer der Höhepunkte des Kulturjahrs im Freistaat - und das nicht in einer Metropole, sondern in beschaulicher Burgkulisse im Südosten Thüringens. "Das ist das Besondere an Thüringen, dass wir kein zentrales Literaturhaus haben, sondern es bei uns eine vielfältige, kleinteilige Struktur gibt, die auch die ländlichen Gebiete nicht aus dem Blick verliert", sagte Sigrun Lüdde, Geschäftsführerin der Literarischen Gesellschaft Thüringen. "Unsere Literaturlandschaft ist lebendig, vielfältig, viele Akteuren sind aktiv", so Lüdde. "Das wollen wir uns unbedingt bewahren."