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Kunst - Rüdersdorf bei Berlin

Kunst statt Strom in ehemaliger Turbinenhalle

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Rüdersdorf (dpa/bb) - In die einstige Turbinenhalle zur Stromerzeugung in Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) ist Kunst eingezogen. 24 Künstlerinnen zeigen seit Samstag ihre Installationen unter dem Titel "Unter Strom".

Der Kunstverein Endmoräne ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen aus Brandenburg und Berlin. Seit 1991 präsentieren sie im Rahmen ihrer Sommerwerkstatt verlassene Orte wie Gutshäuser, Bahnhöfe, Kirchen, Schlösser, Kasernen oder einstige Fabriken. Bis zum 7. Juli werden an den Wochenenden die in der jüngsten Sommerwerkstatt entstandenen Arbeiten präsentiert.

Das Land fördert die Sommerwerkstatt und die Ausstellung in Rüdersdorf mit 30 000 Euro. Mit hoher künstlerischer Qualität, grenzüberschreitenden Projekten, ungewöhnlichen Kunstwerken und kreativen Aktionen könnten verlassene Orte in einem spannenden Kontext wieder oder neu entdeckt werden, sagte Kunstministerin Martina Münch (SPD) anlässlich der Ausstellungseröffnung.

Die 1913 errichtete Turbinenhalle mit zwei Dampfturbinen, Generator, Kesselhaus und Wasserturm versorgte ursprünglich umliegende Werke und Wohngebäude mit Strom. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil der Gebäude zerstört. Ab 1956 wurde die Turbinenhalle zum Kulturhaus, später war dort ein Filmstudio untergebracht. Heute wird der Ort für Kulturveranstaltungen genutzt.