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Kunst - Berlin

Akademie der Künste fragt "Wo kommen wir hin"

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Berlin (dpa) - Der verschachtelte Bau der Akademie der Künste im Berliner Tiergarten hat Mitglieder der Akademie zum Projekt "Wo kommen wir hin" animiert. Mit verschiedenen Produktionen fragen unter anderem die Schriftstellerin Kathrin Röggla, der Komponist Manos Tsangaris, die Konzeptionskünstlerin Karin Sander und die Filmemacherin und Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel gemeinsam mit dem Musiker Floros Floridis nach aktuellen und künftigen Strategien künstlerischen Handelns. Bis zum 2. Juni sind zahlreiche Veranstaltungen und Aufführungen geplant.

Röggla bezieht sich mit ihrer Arbeit "Elefanten im Raum" auf ein Zitat des CDU-Politikers Jens Spahn. Im Kampf um den CDU-Vorsitz hatte der Kandidat Spahn die Flüchtlingspolitik seiner Partei als "weißer Elefant im Raum" bezeichnet. Im Englischen wird auf diese Weise ein erkanntes, aber nicht thematisiertes Problem beschrieben.

Mit Rögglas akustischer Arbeit sollen Strukturen des Unsagbaren oder verdrängten Konflikten wiedergegeben werden. Tsangaris verknüpft in "winzig und der Elefant" verschiedene Orte des Akademie-Baus mit szenisch-musikalischen Miniaturen. Meerapfel und Floridis befassen sich in "Moving Sand/Topos" mit Folgen der fortschreitenden Anwendung künstlicher Intelligenz.