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Gedenkstätten - Lohheide

Minister Tonne gedenkt der Opfer des KZ Bergen-Belsen

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Lohheide (dpa/lni) - Bei einer Feier anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen vor 74 Jahren hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne der Opfer in der nationalsozialistischen Einrichtung gedacht. "Nur wenige haben überlebt. Ihrer gedenken wir heute wie aller anderen Opfer des Konzentrationslagers Bergen-Belsen", sagte der SPD-Politiker, der zugleich Vorsitzender des Beirats der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten ist, am Sonntag.

Im Anschluss wurde ein Gebäude der heutigen Niedersachsen-Kaserne an die Gedenkstätte übergeben. "Wir wollen damit die vielfältigen Beziehungen der Wehrmacht zu den verschiedenen Lagern und ihre Verantwortung für die Verbrechen deutlich machen", sagte Stiftungssprecher Jens Binner. In dem Haus wurde demnach eine Ausstellung unter dem Titel "Aufrüstung, Krieg und Verbrechen. Die Wehrmacht und der Truppenübungsplatz Bergen" eröffnet.

Die Gedenkstätte hat das Gebäude mit dem Namen M.B. 89 nach eigenen Angaben auf unbefristete Zeit von der Bundeswehr angemietet. Das in den 1930er-Jahren errichtete Gebäude sei weitgehend original erhalten. Es beherbergte kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers durch britische Soldaten am 15. April 1945 KZ-Häftlinge. Im Lager Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide starben mehr als 52 000 Häftlinge und 20 000 Kriegsgefangene.