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Film - Tübingen

Französische Filmtage nehmen Afrika in den Blick

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Tübingen (dpa/lsw) - Bei den 35. Französischen Filmtagen in Tübingen und Stuttgart stehen zeitgenössische Filme aus Afrika im Fokus. Vom 31. Oktober an werden eine Woche lang mehr als 120 Filme aus französischsprachigen Ländern gezeigt, wie die Veranstalter am Donnerstag bekanntgaben. Die Dokumentar- und Spielfilme erzählen von Bürgerkrieg, religiösem Extremismus, aber auch von Liebe.

Das Festival wolle ein anderes Afrikabild vermitteln als jenes, das in den Medien der ehemaligen Kolonialmächte vorherrsche. "Das afrikanische Kino ist vielschichtig, aufregend, interessant und überzeugt durch eigenwillige Bildsprachen", hieß es.

Seit 33 Jahren hat das Kino aus dem frankophonen Afrika seinen Platz bei den Filmtagen - zu Anfang sei es "fast ein Experiment für eine Handvoll Filmfreaks und Afrikaexperten" gewesen, so die Veranstalter. Damals hätten die Dialoge noch von Mitarbeitern eingelesen werden müssen. "Die Zeiten sind vorbei, in denen die auf Wolof oder Lingala gedrehten Filme nicht einmal untertitelt waren."

Bei dem Festival werden mehrere Preise verliehen, unter anderem der Filmtage-Tübingen-Preis, dotiert mit 5000 Euro. Spielorte sind neben Tübingen und Stuttgart auch Rottenburg und Reutlingen. Knapp 15 000 Besucher erwarten die Festivalorganisatoren bis zum 7. November.