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Film - Potsdam

Mehr als 100 Filme bei 48. Sehsüchte-Filmfestival

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Potsdam (dpa/bb) - Unter dem Motto "explore:" zeigt die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf demnächst an fünf Tagen 111 Filme von Studierenden aus aller Welt. Das vom 24. bis 28. April laufende 48. Filmfestival "Sehsüchte" hat Streifen aus 23 Ländern im Programm - alle geschrieben, entwickelt und gedreht von Studierenden und jungen Nachwuchs-Filmemachern.

Neben Dokumentar-, Spiel- und Animationsfilmen werden auch Kinder- und Jugendfilme zu sehen sein. Aus 1200 Einreichungen wurden die 111 Produktionen ausgewählt. Dabei widmen sie sich ganz unterschiedlichen Themen wie Erziehung und Identitätsfindung: Wer will ich sein und worum geht es mir im Leben? Darunter ist zum Beispiel der Kurzfilm "Bad Lesbian". In der Komödie sucht die junge Spanierin Rita im Berliner Nachtleben nach Liebe. Oder "Et Arnaud", ein Film über das Leben eines jungen Alkoholikers - gedreht von seinem eigenen Bruder.

Die Themenvielfalt des Festivals habe die Jury bewusst gewählt und die Filme nach Qualität und Inhalt ausgesucht, hieß es. Sie bilde die Bandbreite ab, was junge Filmemacher derzeit bewege, sagte Filmemacherin und Jury-Mitglied Winta Yohannes am Mittwoch in Potsdam. Besonders häufig unter den Einreichungen seien Filme zu queeren Lebenswelten gewesen.

Neben den Filmen auf der Leinwand werden Streifen im Format 360-Grad zu sehen sein. Außerdem werden Führungen, Workshops, ein Filmquiz und Get-together für Nachwuchs-Filmemacher angeboten.

Das Sehsüchte-Festival wird seit 1972 von der Filmuni in Babelsberg veranstaltet. Ursprünglich präsentierte es als FDJ-Studentenfilmtage hauseigene Werke der Öffentlichkeit. Mittlerweile zeigt es Nachwuchsfilme aus der ganzen Welt.