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Denkmäler - Kassel

Hauptturm der Kasseler Löwenburg steht wieder

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Kassel (dpa/lhe) - Die Sanierung der Löwenburg in Kassel schreitet voran. "Bis auf wenige Restarbeiten sind nun die Rohbauarbeiten am Hauptturm, dem Bergfried, abgeschlossen", sagte ein Sprecher des hessischen Finanzministeriums am Mittwoch. In der Löwenburg wurde deshalb Richtfest gefeiert. Ziel der Arbeiten sei die komplette Instandsetzung der äußeren Fassaden sowie die Wiederherrichtung der Räumlichkeiten. Das werde über 30 Millionen Euro kosten.

"Bis alle Arbeiten beendet sein werden, wird es noch einige Jahre dauern", erklärte der Sprecher. Die Innenräume sollen nach einem durchgängigen Museumskonzept wiederhergestellt werden. Auch die überwiegend erhaltene, historische Ausstattung im Inneren der Burg soll restauriert werden. Letzte Arbeiten an der Hülle des Hauptturms liefen voraussichtlich bis Frühjahr 2019. Im Anschluss folgten sehr umfangreichen Arbeiten im Turminneren, die vier Jahre dauern könnten. Aufgrund der Sanierung ist der Museumsbetrieb eingeschränkt.

Die Burg liegt im Bergpark Wilhelmshöhe, einem Unesco-Welterbe. Landgraf Wilhelm IX. ließ die Löwenburg als Lustschloss im Stil einer pseudomittelalterlichen Burg errichten. Der Bau stammt also gar nicht aus dem Mittelalter, sondern entstand ab 1793. Die Löwenburg ist laut dem Land Hessen eines der bedeutendsten Bauwerke dieses Typs in Europa. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile davon zerstört.