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Ausstellungen - Stade

Museen zeigen Zeugnisse von Soldaten aus Erstem Weltkrieg

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Stade (dpa/lni) - Eine Pfeife aus Patronenhülsen, Modelle von Panzern und Kampfflugzeugen aus Holz, Zeichnungen von der Front - all das haben Soldaten und Kriegsgefangene während des Ersten Weltkriegs gefertigt. 100 Jahre nach dessen Ende sind diese erstmals in der Doppelausstellung "Der naive Krieg" ab Samstag in Stade zu sehen. Anhand dieser persönlichen Hinterlassenschaften zeigen das Kunsthaus und der Schwedenspeicher, wie sich die Betroffenen mit ihren Kriegserlebnissen auseinandersetzten und welche unterschiedlichen Ausdrucksformen sie dabei nutzten.

Die Arbeiten zeichneten ein unverfälschtes Bild des Krieges, teilten die Ausstellungsmacher am Donnerstag mit. Diese muteten zum Teil naiv und kindlich an, stellten aber eine große Nähe zu den Urhebern her. Zusammengetragen hat die Bilder und kunsthandwerklichen Gegenstände der Künstler und Sammler Georg Barber. Bei vielen von ihnen ist nicht bekannt, wer sie gefertigt hat. Daneben stellt die Schau Werke von zeitgenössischen Künstlern wie Tal R, Moritz Götze oder ATAK - wie sich Barber nennt - aus. Dadurch will sie auch Fragen beleuchten, die sich in jedem Krieg zu jeder Zeit stellen.