bedeckt München 14°

Tarife

Eurobahn-Betreiber Keolis und GDL: Einigung

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Düsseldorf (dpa) - Der Eurobahn-Betreiber Keolis und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Die GDL sprach von deutlich spürbaren Verbesserungen. Der Tarifstreit zwischen Keolis und der mit der GDL konkurrierenden Bahngewerkschaft EVG geht jedoch weiter, wie eine Keolis-Sprecherin am Dienstagabend sagte. Wegen dieses Tarifkonflikts kam es zuletzt zu Warnstreiks bei der Eurobahn und somit zu Zugausfällen.

Mit der GDL wurde nun am Montag eine Einigung erzielt. Sie sieht eine allgemeine Vergütungserhöhung von 2,2 Prozent ab dem 1. Juli 2019 und von weiteren drei Prozent ab dem 1. Juli 2020 vor. Hinzu kommen unter anderem eine Einmalzahlung von 500 Euro sowie "strukturelle Verbesserungen der Entgelttabelle für Lokomotivführer", wie die GDL erläuterte.

Einen neuen Verhandlungstermin mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gibt es der Keolis-Sprecherin zufolge noch nicht, so dass die Gefahr weiterer Warnstreiks nicht gebannt ist. Knackpunkt in den Verhandlungen mit der EVG sind nach Angaben der Keolis-Sprecherin Forderungen nach mehr Urlaub, die wegen des Mangels an Triebfahrzeugführern nicht erfüllbar seien.

Das private Bahnunternehmen Keolis ist eine Tochter des französischen Bahnunternehmens SNCF. Keolis betreibt die Eurobahn, die vor allem in Nordrhein-Westfalen unterwegs ist, aber auch einzelne Strecken bis nach Niedersachsen und in die Niederlande bedient.