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Tarife - Wismar

13,5 Prozent mehr Gehalt bei Hüttemann in Wismar

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Wismar (dpa/mv) - Die rund 150 Arbeiter beim Holzverarbeiter Hüttemann in Wismar bekommen in den nächsten drei Jahren in mehreren Stufen insgesamt rund 13,5 Prozent mehr Lohn. Das haben Arbeitgeber und IG Metall nach einer mehr als elfstündigen Verhandlungsrunde am frühen Dienstagmorgen vereinbart, wie Daniel Friedrich von der Gewerkschaft mitteilte. Damit werde der Lohnabstand zum Hüttemann-Werk im sauerländischen Olsberg (Nordrhein-Westfalen) von jetzt 21 Prozent auf 6 bis 7 Prozent verringert.

Die Arbeiter sollen zunächst mit dem März-Lohn eine Einmalzahlung von 500 Euro bekommen. Zum 1. Mai soll es eine Lohnerhöhung um 7 Prozent geben. Außerdem stiegen die Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit, sagte Friedrich. "Dies entspricht einer Steigerung in der ersten Stufe um 9,7 Prozent." Am 1. November 2020 sei dann eine weitere Lohnsteigerung um 2,5 Prozent vorgesehen.

Die lange Laufzeit des Tarifvertrags bedeute für das Unternehmen Planungssicherheit, sagte Friedrich. Weiter sei vereinbart worden, dass das Unternehmen die Produktion im Sommer, wenn besonders viel Arbeit anfällt, um bis zu vier Stunden in der Woche ausweiten darf. Im Winter werde dann entsprechend weniger gearbeitet. Die Gewerkschaftsmitglieder sollen Friedrich zufolge am Wochenende entscheiden, ob sie das ausgehandelte Tarifergebnis annehmen. Die Geschäftsführung des Unternehmens war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.