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Tarife - Wiesbaden

Tarifstreit: 2800 öffentlich Beschäftigte protestieren

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Bei Protestaktionen im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes sind knapp 2800 Beschäftigte in Hessen auf die Straße gegangen. Kundgebungen und Protestmärsche gab es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Wiesbaden, Kassel, Marburg und Darmstadt.

Die zweite Gesprächsrunde für die etwa 45 000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Hessen ist für den 28. und 29. März in Dietzenbach geplant. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter. Als einziges Bundesland ist Hessen 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgetreten und verhandelt seitdem in Eigenregie.

Auf Plakaten und Transparenten forderten die Beschäftigten bei ihren Protesten: "Wir sind es wert", "Wir lassen uns nicht abhängen", "Mach den Beutel auf", "Aufwachen, aufstehen, kämpfen". In Kassel und Wiesbaden waren nach Angaben von Gewerkschaftssprechern jeweils rund 1000 Beschäftigte für mehr Geld auf die Straße gegangen, in Marburg wurden 600 und in Darmstadt etwa 130 Teilnehmer gezählt worden.

Anfang März hatten die Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit den in der TdL vertretenen Bundesländern bereits eine Tarifeinigung für die rund eine Million Angestellten der Bundesländer erzielt. Sie bekommen stufenweise acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten.

Der dbb Beamtenbund fordert, bei einem Abschluss in Hessen diesen zeitgleich auch auf die Besoldung seiner Berufsgruppe zu übertragen. Rund 1200 Teilnehmer werden an diesem Mittwoch zu einer Kundgebung in Wiesbaden erwartet, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen.