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Tarife - Eisenhüttenstadt

Warnstreiks der Stahlwerker in Zeithain und Eisenhüttenstadt

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Zeithain/Eisenhüttenstadt (dpa) - Im Tarifkonflikt der ostdeutschen Stahlindustrie haben die Beschäftigten der Frühschichten im Mannesmann Röhren-Werk in Zeithain (Landkreis Meißen) und bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) am Dienstag die Arbeit niedergelegt. In Zeithain traten nach Gewerkschaftsangaben rund 120, in Eisenhüttenstadt 750 Arbeiter in den Ausstand.

Die Arbeiter in den Frühschichten hätten sich komplett an dem Arbeitskampf beteiligt, teilte die IG Metall Berlin-Brandenburg mit. "Die entschlossenen Belegschaften vor den Toren sind ein klares Signal an die Arbeitgeber: Bewegt Euch!", sagte ihr Sprecher Oliver Höbel. Auch für diese Woche ist nach Gewerkschaftsangaben ein Warnstreik geplant.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 8000 Beschäftigten in der ostdeutschen Stahlindustrie unter anderem sechs Prozent mehr Geld und 1800 Euro Urlaubsvergütung, die in freie Zeit umgewandelt werden kann. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt.

Der Arbeitgeberverband Stahl nannte die Forderungen "äußerst ambitioniert." Bei den sechs Prozent mehr Geld sollte ein Kompromiss gelingen, sagte ein Sprecher. Bauchschmerzen habe er allerdings bei der Forderung der Urlaubsvergütung.