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Tarife - Crivitz

Warnstreik bei Paketdienst: Spätere Lieferungen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Crivitz (dpa/mv) - Wegen eines Warnstreiks müssen Paketkunden im Westteil Mecklenburgs mit verspäteten Lieferungen rechnen. Wie die Gewerkschaft Verdi am Dienstag mitteilte, haben 30 der 50 Mitarbeiter des Paketverteilzentrums von Dynamic Parcel Distribution (DPD) in Crivitz bei Schwerin morgens zwei Stunden die Arbeit niedergelegt.

Hintergrund seien die laufenden Verhandlungen für einen ersten Haustarif am Standort Crivitz. Am Donnerstag werden die Verhandlungen bei DPD in Crivitz fortgesetzt.

Durch die Aktion werden nach Angaben von Verdi rund 8000 Pakete zwischen der Prignitz, Schwerin, Wismar und Malchow an der Mecklenburgischen Seenplatte nicht rechtzeitig zugestellt. Verdi fordert einen Vertrag auf Basis der Tarife im Verkehrsgewerbe in Hamburg. Der Arbeitgeber habe bisher kein Angebot vorgelegt.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei DPD-Verteilzentren. Seit Ende der 1990er Jahre gibt es keinen Flächentarifvertrag. Die anderen Paketzentren der Firma sind in Rostock und Altentreptow und nicht in die Verhandlungen einbezogen.