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Gewerkschaften - Mainz

Muscheid: Wandel in Autoindustrie trifft Rheinland-Pfalz

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Mainz (dpa/lrs) - Der tiefgreifende Wandel in der Autoindustrie hin zu alternativen Antriebstechnologien wird Rheinland-Pfalz nach Einschätzung von DGB-Landeschef Dietmar Muscheid besonders treffen. "Da haben wir in Rheinland-Pfalz eine ganz besondere Problematik: Wir haben viele Zulieferer, gerade im klassischen Motorenbau, in der Antriebstechnik, in der Abgastechnik", sagte er in einem Redaktionsgespräch der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Das seien die ersten, die sich angesichts des "Transformationsprozesses hin zur Elektromobilität" die Frage stellen müssten, wie lange ihr Geschäftsmodell noch funktioniere.

Muscheid zufolge gibt es schon Signale, dass das Geschäft nicht mehr überall brummt. "Wir haben erste Anzeichen von Zulieferern, die sagen, die Auftragsbücher stimmen nicht mehr, es wird weniger nachgefragt." Unternehmen hätten ein Stück weit Entwicklungen verschlafen, zudem sieht der DGB-Landeschef eine zu starke Konzentration auf E-Mobilität.

Insgesamt hätten Veränderungen in der Branche für Rheinland-Pfalz eine besondere Bedeutung - "und keine gute", sagte Muscheid. Zumindest habe die Landesregierung die Zeichen der Zeit erkannt. Sie nutze den Wirtschaftsrat als Expertengremium mit Vertretern aus Industrie und Gewerkschaften insbesondere auch beim Thema Transformation der Autoindustrie. "Da sage ich: Problem erkannt." Nun müssten gemeinsam Lösungen gefunden werden.