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Gewerkschaften - Leipzig

Gewerkschaftschefin sieht NGG vor Herausforderungen

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Leipzig (dpa) - Die Digitalisierung der Arbeitswelt und Protektionismus im Welthandel stellen die Gewerkschaft NGG aus Sicht ihrer Vorsitzenden vor große Aufgaben. Auch die Integration der Flüchtlinge in die deutsche Arbeitswelt müsse noch bewältigt werden, sagte Michaela Rosenberger am Montag bei der Eröffnung des NGG-Gewerkschaftstages in Leipzig. Sie rief die Delegierten dazu auf, sich Populismus und Nationalismus entgegenzustellen - auf der Arbeit ebenso wie im Privatleben. Solidarität sei nicht von Gestern, sagte Rosenberger.

Die Delegierten des Gewerkschaftstages der NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) wollen sich bis zum Freitag mit 121 Anträgen beschäftigen. Damit legen sie die Leitlinien für die inhaltliche und politische Arbeit der Gewerkschaft in der Ernährungsindustrie, im Gastgewerbe sowie im Bäckerei- und Fleischereihandwerk in den nächsten Jahren fest.

Der Gewerkschaftstag wird alle fünf Jahre einberufen. Er ist das höchste Organ der NGG. Die Delegierten wollen in Leipzig auch einen neuen Vorstand wählen. Rosenberger tritt nicht erneut für den Posten der Gewerkschaftschefin an. Ihr bisheriger Stellvertreter Guido Zeitler bewirbt sich um die Nachfolge.