bedeckt München

Ausbildung - Stuttgart

Mehr Auszubildende in Industrie und Handel

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Stuttgart (dpa/lsw) - Knapp 46 300 junge Menschen haben im vergangenen Herbst im Südwesten eine Ausbildung in Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe begonnen - etwa 800 mehr als im Jahr 2017. Deutlich stärker als die Gesamtzahl stieg die Zahl der Geflüchteten, die eine Ausbildung begonnen haben, wie der Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) am Mittwoch mitteilte. Knapp 1500 neue Azubis, die aus den neun sogenannten Hauptfluchtländern stammen, waren es 2018, fast 350 mehr als im Jahr davor. Knapp 9000 Lehrstellen sind allerdings über alle Branchen und Berufe hinweg unbesetzt geblieben, weil die Firmen keine Auszubildenden gefunden haben.

In den baden-württembergischen Handwerksbetrieben hatten Ende November gut 20 000 neue Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen - ebenfalls mehr als im Jahr davor.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) kündigte an, weiterhin Geld für sogenannte Ausbildungsbegleiter zur Verfügung zu stellen. Rund zwei Millionen Euro solle es dafür bis August 2020 geben, sagte sie der "Schwäbischen Zeitung" (Donnerstag). Seit 2015 hätten die 20 Ausbildungsbegleiter landesweit rund 1600 Azubis bei Schwierigkeiten betreut und in drei Vierteln der Fälle dafür gesorgt, dass die jungen Leute ihre Ausbildung nicht abbrechen.