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Arbeitsmarkt - Schwerin

Mitmach-Aktionen zum Girls'Day-Auftakt an Hochschule

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Schwerin (dpa/mv) - Im Werben um weiblichen Fachkräftenachwuchs in technischen Berufen bekommen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung von der Wissenschaft. Zum Girls'Day am Donnerstag (28. März) bietet die Hochschule Wismar Showvorlesungen und spannenden Mitmach-Aktionen auf der Campuswiese und in den Fakultäten. Damit solle Schülerinnen Mut zu den sogenannten MINT-Berufen gemacht werden, heißt es in einer am Dienstag in Schwerin veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB Nord), Vereinigung der Unternehmensverbände (VU) und Sozialministerium. In Wismar werden unter anderem Informatiker, Bau- und Elektroingenieure ausgebildet.

Berufe, die eng mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) verbunden seien, seien bislang eine Männerdomäne. In Mecklenburg-Vorpommern seien nur knapp 16 Prozent aller Beschäftigten in diesem Bereich weiblich, konstatierte VU-Geschäftsführerin Ute Messmann. Sie forderte Mädchen auf, die Hochschulangebote in Wismar und die vielen Betriebspraktika am Girl'Day zu nutzen und sich auszuprobieren. "Entdeckt, wie viel MINT in euch steckt und geht mit Selbstvertrauen in die Berufs- und Studienwahl", appellierte Messmann an die Schülerinnen. Die Wirtschaft brauche sie. "Eine MINT-Qualifikation ermöglicht sehr gute Chancen auf Karriere und persönliche Entwicklung", pflichtete Lisanne Straka vom DGB Nord bei.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) verwies darauf, dass es parallel zum Girls'- auch den Boys'Day gebe, bei dem sich Jungs in sozialen Berufen ausprobieren könnten. "Ich wünsche mir, dass Mädchen und Jungen sich frei und offen für ihren individuellen Berufsweg entscheiden können. Lang gewachsene Muster in der Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl müssen wir daher auflösen", sagte sie.

In Mecklenburg-Vorpommern werden Girls'Day und Boys'Day über ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VU) sowie des DGB Nord begleitet. Das Sozialministerium, das auch für Gleichstellung zuständig ist, fördert das Projekt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds.