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Arbeitsmarkt - Erfurt

Demografischer Wandel dämpft Beschäftigung: Ausländer helfen

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Erfurt (dpa/th) - Die Erwerbslosigkeit sinkt und Thüringen gehen die Arbeitskräfte aus. "Wir werden aus der Binnenkraft der Bevölkerungsstruktur in Thüringen unseren Bedarf am Arbeitsmarkt nicht decken können", sagte der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius, am Donnerstag in Erfurt. Die Problematik sei vor allem auf den demografischen Wandel mit einer immer älter werdenden Bevölkerung und fehlendem Nachwuchs zurückführen.

Für das laufende Jahr geht Senius von einem minimalen Beschäftigungszuwachs von zuletzt rund 806 000 auf etwa 816 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus. Schon 2018 waren 0,5 Prozent mehr Menschen in solchen Jobs als im Jahr zuvor. In ganz Ostdeutschland habe der Zuwachs 1,8, in Westdeutschland sogar 2,5 Prozent betragen. Dabei sei bei der Arbeitslosigkeit im Osten ein Rückgang um 9,4 Prozent verzeichnet worden - stärker als in der alten Bundesrepublik (7 Prozent).

In Thüringen gehe die positive Beschäftigungsentwicklung fast vollständig auf das Konto von Ausländern, erklärte Senius. Rund 25 Prozent mehr Ausländer hätten 2018 im Vergleich zum Vorjahr Arbeit gefunden. Bei den deutschen Beschäftigen stagniere die Zahl dagegen mit 0,5 Prozent weniger als 2017.