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Arbeitsmarkt - Dresden

Gewerkschaft sieht Land beim Job-Zuwachs abgehängt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Dresden (dpa/sn) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Sachsen sieht ländliche Regionen beim Zuwachs von Arbeitsplätzen abgehängt. "Während die Städte Jobs gewinnen, bleibt der ländliche Raum zurück", sagte DGB-Chef Markus Schlimbach am Freitag in Dresden. Zwar waren im Freistaat 2017 im Vergleich zum Vorjahr 22 000 mehr Menschen in Lohn und Brot. Den Angaben zufolge wurden jedoch 70 Prozent der Zuwächse in den großen Städten erreicht. Demnach verbuchten Leipzig mit 2,3 und Dresden mit 1,9 Prozent die größten Arbeitsplatzgewinne. Die sächsischen Landkreise hätten im Schnitt nur ein Plus von 0,6 Prozent aufweisen können. In der Region Mittelsachsen verbuchte einen Job-Rückgang um 0,4 Prozent.

Für eine nachhaltige Entwicklung des Arbeitsmarkts müssten auch die Menschen auf dem Land vom Jobzuwachs profitieren, so Schlimbach. Er sieht Wirtschaftsförderung und Arbeitgeber im Wahljahr 2019 besonders gefordert. Insgesamt gibt es gut zwei Millionen Erwerbstätige in Sachsen.