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Arbeit - Berlin

Müller: Frauen durch Lohnunterschiede diskriminiert

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Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen angeprangert. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist auch 2019 eine unerfüllte Forderung", sagte er am Freitag in Berlin. Im Vorfeld des Equal Pay Days am 18. März nannte Müller die ungleiche Bezahlung eine diskriminierende Herabwürdigung von Frauen und in Zeiten von Fachkräftemangel auch "wirtschaftlich unverantwortlich".

In Berlin verdienen Frauen 2018 rund 14 Prozent weniger als Männer. Der Abstand habe sich im Vergleich zum vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt erhöht, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Bundesweit verdienen Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In Brandenburg hingegen lag die Lohnlücke sogar nur bei 2 Prozent.

Allgemein schneidet der Osten besser ab. Die kleinere Gehaltslücke lasse sich aber nicht mit hohen Löhnen der Frauen begründen, sondern eher mit dem großen Abstand ostdeutscher Männer zu Männern im Westen, sagte Yvonne Lott vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Auch arbeiteten mehr Mütter im Osten in Vollzeit.

Rechnet man die geringere Bezahlung zeitlich in Tage um, arbeiten Frauen in diesem Jahr bis zum 18. März unbezahlt. Zum Equal Pay Day wollen auch 2019 bundesweit Menschen auf die Straße gehen und für eine gerechtere Bezahlung demonstrieren.