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Gesundheit - Köln

Rund 800 Ärzte aus kommunalen Krankenhäusern streiken in NRW

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Köln (dpa/lnw) - Rund 800 Ärzte aus kommunalen Krankenhäusern und Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Mittwoch an Warnstreiks beteiligt. Rund zehn Prozent der insgesamt 8000 Mediziner an 76 Kliniken nahmen demnach an der eintägigen Aktion teil, sagte ein Sprecher der Ärztegewerkschaft Marburger Bund für NRW und Rheinland-Pfalz. Die akute Versorgung der Patienten sei nicht beeinträchtigt: Verschiebbare Operationen oder Therapiesitzungen seien nach Angaben des Sprechers jedoch ausgefallen.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen erklärte, es entstehe vor allem ein wirtschaftlicher Schaden für die Krankenhäuser. Möglicherweise würden sich Patienten nach einer Verschiebung ihrer Operation ein anderes Krankenhaus suchen.

Der Marburger Bund will mit den bundesweiten Aktionen Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen machen. Bei einer zentralen Kundgebung in Frankfurt am Main demonstrierten am Nachmittag nach Veranstalterangaben mehrere Tausend Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet.

Die Mediziner fordern in dem Tarifstreit mehr Geld und Begrenzungen von Bereitschaftsdiensten. Klinikärzte würden wegen der gestiegenen Belastung auf den Stationen zunehmend ihre Arbeitszeit reduzieren und in Teilzeit wechseln, hieß es von der Gewerkschaft. Ein Sprecher des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Nordrhein-Westfalen bezeichnete die Warnstreiks im Vorfeld als "kaum nachvollziehbar". Man habe ein Angebot vorgelegt, das auf viele Wünsche der Ärzte eingegangen sei.