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Gesundheit - Karlsruhe

Verordnung für Drogenkonsumraum wohl Dienstag im Kabinett

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Karlsruhe/Stuttgart (dpa/lsw) - Die Landesverordnung für den ersten baden-württembergischen Drogenkonsumraum soll voraussichtlich am kommenden Dienstag (26.3.) das Kabinett passieren. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen. Die Verordnung sollte ursprünglich schon Anfang des Jahres vom Kabinett verabschiedet werden. Die Stadt Karlsruhe wartet schon seit Monaten auf die Landesverordnung. Sie will den landesweit ersten Drogenkonsumraum schaffen.

In ihm sollen Schwerstabhängige mitgebrachte Rauschmittel wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen und unter Aufsicht von geschultem Personal konsumieren können. Das soll schwer Drogenabhängigen helfen und Anwohner entlasten, die unter der illegalen Drogenszene am Karlsruher Werderplatz leiden.

Die "Fixerstube" ist in der grün-schwarzen Landesregierung umstritten. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) stand von Anfang an hinter dem Karlsruher Anliegen. Bedenken hatten vor allem die CDU-Landtagsfraktion und das Innenministerium. Der Karlsruher Gemeinderat hatte schon im vergangenen Frühjahr überraschend einmütig dafür gestimmt.