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Gesundheit - Homburg

Missbrauchsverdacht an Klinik: 300 Akten werden überprüft

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Homburg (dpa/lrs) - Im Fall eines möglichen Missbrauchs von Kindern durch einen bereits gestorbenen Arzt am Uniklinikum des Saarlands werden mehr als 300 Patientenakten noch einmal überprüft. Sie seien bereits einmal nach möglichen Missbrauchsopfern durchsucht worden, dabei hätten sich aber keine Anhaltspunkte ergeben, teilte die Klinikleitung am Montag in Homburg mit. Es sei aber nicht auszuschließen, dass sich weitere Verdachtsfälle ergeben.

Der 2016 gestorbene Assistenzarzt soll in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie "nicht medizinisch notwendige Untersuchungen" im intimen Bereich an Kindern vorgenommen haben. Es gibt 34 Verdachtsfälle. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden nach seinem Tod eingestellt. Die möglichen Opfer seien im Schnitt zwischen fünf und acht Jahre alt gewesen sein, hieß es. Es habe sich überwiegend um Jungen gehandelt. Der Arzt sei auch Judotrainer eines örtlichen Vereins gewesen. Dieser sei damals über die Ermittlungen informiert worden und habe ihn daraufhin als Trainer entlassen.