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Schulen - Magdeburg

Bildungsminister und Schüler reden über Klimaschutz

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Magdeburg (dpa/sa) - Bildungsminister Marco Tullner will mit Vertretern der "Fridays for Future"-Bewegung über Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Unterricht sprechen. Am Montag trifft der CDU-Politiker dafür mit Schülern aus Magdeburg, Dessau-Roßlau, Naumburg und Salzwedel im Ministerium zusammen. "Wir werden uns ganz konkret mit den Lehrplänen beschäftigen und schauen, wie viel Platz Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie und Klimawandel in den Schulen einnehmen", sagte Tullner vor dem Treffen.

Aus Sicht vieler Schüler, die seit Wochen freitags während der Unterrichtszeit für mehr Klimaschutz demonstrieren, erfährt das Thema in den Schulen noch nicht genug Aufmerksamkeit. Es reiche nicht aus, Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz in die Lehrpläne zu schreiben, sagte Maren Hildebrand von "Fridays for Future" Magdeburg. "Es geht auch darum, wie das im Unterricht umgesetzt wird." Der Klimawandel werde an den Schulen durchaus thematisiert. "Aber es geht zu wenig darum, welche Auswirkungen das für die Zukunft von uns jungen Menschen hat", so Hildebrand.

Mit dabei sein bei dem Gespräch am Montag wird auch der 18-jährige Magdeburger Gymnasiast Johan Schneidewind. Er forderte, dass endlich inhaltlich über die Anliegen der Jugendlichen diskutiert wird. "Wir wollen nicht ständig darüber reden, ob Schuleschwänzen okay ist oder nicht." Während der Schulzeit zu demonstrieren, sei notwendig gewesen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Jetzt sei diese Aufmerksamkeit da und müsse genutzt werden, damit sich konkret etwas ändere.

Schneidewind und Hildebrand hoffen, dass das Gespräch mit dem Bildungsminister erst der Anfang ist. "Das ist jetzt der erste Aufschlag", sagte Hildebrand. Schneidewind sagte, man wolle sich auch mit Lehrern und Lehramtsstudenten zusammensetzen, um über mögliche Veränderungen im Unterricht zu reden. Zudem gehe es auch darum, über das Klimaschutzthema hinaus das politische Engagement von Jugendlichen zu stärken.

Tullner will bei dem Treffen auch seine Pläne für einen Jugendklimagipfel vorstellen und diskutieren. "Ich habe ein großes Interesse, den Jugendklimagipfel auf die Bedürfnisse der Jugendlichen auszurichten", sagte der Minister. "Das soll eine Veranstaltung werden, die vor allem durch das Engagement der Jugendlichen charakterisiert wird." Dabei solle zum Beispiel mit Wirtschafts- und Umweltpolitikern darüber diskutiert werden, was sich vor Ort und in den Schulen konkret für den Klimaschutz tun lasse. Ein Termin steht noch nicht fest.