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Hochschulen - Weimar

Volkshochschulen fordern Vermittlung digitaler Kompetenzen

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Weimar (dpa/th) - Die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor einer Spaltung der Gesellschaft durch die Digitalisierung gewarnt. Der Erwerb digitaler Kompetenzen müsse für alle Bevölkerungsgruppen und in allen Lebensphasen realisiert werden, sagte Kramp-Karrenbauer am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) in Weimar. Kramp-Karrenbauer ist seit 2015 Präsidentin des Verbands, zu dem bundesweit rund 900 Volkshochschulen gehören. Am Mittwoch wurde sie mit 91,4 Prozent der Stimmen in ihrem Amt bestätigt.

Die Politikerin betonte, dass es kein Auseinanderfallen geben dürfe, "in Menschen, die in der digitalisierten Welt teilhaben können und andere, die es mangels ihrer Fähigkeiten nicht können".

Bei dem Treffen von rund 80 Delegierten aller 16 Volkshochschul-Landesverbände wurde auch eine Weimarer Erklärung verabschiedet. Sie enthält unter anderem Forderungen zu Themen wie digitale Kompetenzen, Demokratiebildung und Integration. Die Volkshochschulen feiern in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Der DVV nimmt dabei Bezug auf die Weimarer Reichsverfassung von 1919, in der dazu aufgefordert wurde, die Volkshochschulen zu fördern.

In der Weimarer Erklärung fordert der Verband unter anderem "Weiterbildungs- und Integrationsangebote für alle Zugewanderten, die längere Zeit in Deutschland leben". Kramp-Karrenbauer sagte, dass Bildungs- und Integrationsangebote für Zugewanderte eine große Bedeutung hätten. Die Volkshochschulen hätten dazu beigetragen, dass Integration in Deutschland auch gelungen sei. "Aber auch diese Aufgabe ist bei weitem nicht beendet. Sie ist eine Daueraufgabe - egal, ob ganz viele oder auch weniger Menschen nach Deutschland kommen", sagte Kramp-Karrenbauer.

Zum neuen Vorsitzenden des DVV wurde Martin Rabanus, medienpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, gewählt. Er kam nach Angaben des Verbandes auf 81,7 Prozent der Stimmen. Er folgt auf den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann.