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Hochschulen - Stuttgart

U-Ausschuss Zulagenaffäre vernimmt hochrangige Zeugin

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Stuttgart (dpa/lsw) - Der Untersuchungsausschuss Zulagenaffäre befasst sich heute in Stuttgart damit, wie das Wissenschaftsministerium mit der Affäre umgegangen ist. Dazu werde die frühere Amtschefin des Hauses als Zeugin vernommen, teilte eine Sprecherin des Landtags mit. Gleichfalls wolle man einen Beamten anhören, der früher im Finanzministerium tätig war.

Das Gremium soll die Vorgänge rund um Berufungszulagen an Professoren der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg mit derzeit 2500 Studenten klären. Hintergrund ist der Wechsel von 13 Professoren von der sogenannten C- in die W-Besoldung - diese hat zwar ein geringeres Grundgehalt, aber die Chance auf eine höhere Zulage.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Januar Anklage wegen Untreue in besonders schwerem Fall gegen den früheren Rektor und den ehemaligen Kanzler der Hochschule beziehungsweise wegen Beihilfe dazu gegen 13 Professoren erhoben. Einen damals mit dem Fall befassten Staatsanwalt will der Ausschuss ebenfalls als Zeuge vernehmen.

Bislang wurden insgesamt 23 Zeugen und 3 Sachverständige angehört. Mehr als 40 weitere Zeugen sollen noch vernommen werden. Das Gremium hat vorsorglich Sitzungen bis zum Sommer 2019 angesetzt.