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Hochschulen - Schwerin

Schwesig: Landarztgesetz kann kommen

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Schwerin (dpa/mv) - Das geplante Landarztgesetz in MV, mit dem Studienplätze für künftige Mediziner im ländlichen Raum reserviert werden sollen, kann nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kommen. Die Regierungschefs der Länder stimmten am Donnerstag in Berlin dem Staatsvertrag über die Hochschulzulassung zu, wie Schwesig nach dem Treffen mitteilte.

Der Vertrag regele die Zulassung für die Studienfächer Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. "Mit dem neuen Staatsvertrag können wir einen Teil der Studienplätze an unseren Universitäten gezielt an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach dem Studium für einige Jahre als Landärztin oder Landarzt zu arbeiten."

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) arbeitet bereits an dem Gesetz. Bis zu zehn Prozent der Medizin-Studienplätze sollen jährlich für künftige Landärzte reserviert werden. Wer von dem Gesetz profitieren will, soll sich verpflichten, nach Studium und Facharzt-Ausbildung bis zu zehn Jahre in ärztlich unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten ländlichen Regionen zu arbeiten. Der Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr dem Landtag vorgelegt werden.

Auf der Tagesordnung der Konferenz in Berlin stand Schwesig zufolge auch die künftige Finanzierung der Flüchtlingskosten. "Die Gespräche mit dem Bund über die Regelung ab 2020 sind ins Stocken geraten", kritisierte die Regierungschefin. Sie forderte, dass sich der Bund weiter wie bisher an den Integrationskosten beteiligt. "Integration findet vor Ort statt", sagte Schwesig. "Der Bund muss die Länder und Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen."