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Hochschulen - Rostock

Studenten demonstrieren für bessere Studienbedingungen

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Rostock (dpa/mv) - Unter dem Motto "studieren - resignieren - reagieren" sind am Mittwoch in Rostock rund 300 Studenten auf die Straßen gegangen. Sie kritisierten vor allem die permanente Unterfinanzierung der Hochschulen, die sich überall bemerkbar mache. So forderten sie unter anderem flexiblere Studienbedingungen und wandten sich gegen steigende Preise für das Semesterticket. Gleichzeitig erzürnten sie die erhöhten Beiträge für das Studierendenwerk und die hohen allgemeinen Lebenshaltungskosten. Seit Jahren, aber bisher vergeblich, versuchten die Studenten, bessere Konditionen für ihr Studium zu erreichen, hieß es.

In einem kurzen Redebeitrag zeigte Unirektor Wolfgang Schareck Verständnis für die Demonstranten. Das Studierendenwerk leiste hervorragende Arbeit, aber die Kosten würden steigen, die Zuschüsse blieben aber konstant. Das müsse auch in Schwerin erkannt werden.

Schareck plädierte für die Einführung eines Orientierungsstudiums. Dazu müsste lediglich die Rahmenprüfungsordnung geändert werden. Damit könnte es viele Studenten besser ermöglicht werden, ihren Weg an der Universität zu finden. Das würde auch zu einer besseren Willkommenskultur an der Universität beizutragen. "Die Studierenden sind ein wichtiger Faktor für dieses Land", betonte Schareck. "Wir hätten es am liebsten, dass sie sich hier so wohl fühlen, dass sie hier Familien gründen und Bäume pflanzen."