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Bildung - Schwerin

Viele Studienabbrüche bei Lehramtsstudenten

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Schwerin (dpa/mv) - Ein halbes Jahr nach der ernüchternden Studie zu Studienerfolgen von Lehramtsstudenten an den Universitäten Rostock und Greifswald zieht die Landesregierung erste Konsequenzen. Am Dienstag (13.30 Uhr) will Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) in Schwerin darüber informieren, wie die Studienbedingungen für angehende Pädagogen verbessert werden sollen.

Pro Studienjahr nehmen im Nordosten etwa 1000 junge Leute ein Lehramtsstudium auf. Doch der Großteil kommt nicht bis zum Abschluss, die Abbrecherquoten liegt seit Jahren weit über dem Bundesdurchschnitt. Als Reaktion hatte die Ministerin Ende 2018 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Maßnahmen entwickeln sollte, das zu ändern.

Der im Oktober 2018 vorgestellten Untersuchung zufolge war an der Universität Greifswald zum Beispiel schon nach dem dritten Semester mehr als die Hälfte der im Herbst 2012 gestarteten Studierenden mit Berufsziel Regionalschullehrer nicht mehr dabei gewesen. Für die Universität Rostock wurde eine Schwundquote von etwa 40 Prozent ermittelt. Nach dem zehnten Semester waren in Greifswald rund 85 Prozent der Lehramtsstudenten weg, in Rostock mehr als 70 Prozent.

"In der Lehrerbildung an unseren Universitäten muss sich dringend etwas ändern", hatte Hesse damals unter Hinweis auf den wachsenden Bedarf an jungen Lehrern im Land geschlussfolgert. Nach Berechnungen der Gewerkschaft GEW gehen in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2030 vier von fünf der derzeit noch aktiven Lehrer in den Ruhestand und müssen ersetzt werden.