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Bildung - Mainz

Lehrer sollen weder Facebook noch WhatsApp nutzen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Mainz (dpa/lrs) - Für den schnellen Austausch von Lehrern, Schülern und Eltern sollen WhatsApp oder Facebook in Rheinland-Pfalz außen vor bleiben. Sofern der Einsatz eines Messenger-Dienstes von Lehrkräften für nötig erachtet wird, sollen nur Dienste europäischer Anbieter verwendet werden, die eine Verschlüsselung über den gesamten Kommunikationsweg gewährleisten - so heißt es in einem gemeinsamen Leitfaden des Bildungsministeriums und des Landesdatenschutzbeauftragten in Mainz.

"WhatsApp darf nicht für unterrichtliche Zwecke und in anderen schulischen Zusammenhängen verwendet werden", erklärte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Als denkbare Alternativen nannte er Threema, Telegram oder Signal. Diese Linie erstreckt sich auch auf Cloud-Dienste zum Ablegen von Daten. Für schulische Zwecke ist die Nutzung von Diensten wie Dropbox, Google Drive oder iDrive von Apple in Rheinland-Pfalz untersagt. Für den sicheren Datenaustausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern wird stattdessen ein Server des Pädagogischen Landesinstituts empfohlen.

Für die schulische Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern hat Rheinland-Pfalz außerdem eine Lernplattform entwickelt, die auf dem frei verfügbaren System Moodle basiert und auf landeseigenen Servern vorgehalten wird. Für Eltern gibt es bislang keinen Zugang. Dies soll aber mit einer neuen Online-Plattform ermöglicht werden, die derzeit unter der Bezeichnung Schulcampus Rheinland-Pfalz entwickelt wird.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, haben mehrere Bundesländer den Lehrkräften untersagt, dienstliche Nachrichten über den Messengerdienst WhatsApp auszutauschen. Es gibt jedoch keine einheitliche Linie der Länder.