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Bildungsmonitor: Brandenburg auf Platz 14 abgerutscht

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Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Das Bildungssystem in Brandenburg hat sich nach einer Vergleichsstudie im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern gegenüber dem Vorjahr wieder verschlechtert. Nach Platz 12 im vergangenen Jahr rutschte Brandenburg im "Bildungsmonitor 2018" des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit 43,7 Punkten auf Platz 14 direkt hinter Berlin. Im Vorjahr hatte Brandenburg noch 47,4 Punkte erreicht. Im Vergleich mit dem Jahr 2013 verlor Brandenburg 3 Punkte.

Im aktuellen Bildungsmonitor beziehen sich die Forscher auf Zahlen aus den Jahren 2015 und 2016. Als Stärken listeten die Forscher unter anderem auf, dass fast alle Berufsschüler (93,4 Prozent) Fremdsprachen lernten und nur wenige Brandenburger Schüler bei Vergleichstest lediglich geringe Kompetenzen zeigten.

Dagegen monieren die Forscher, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Erfolg in der Bildung relativ eng und die Quote der Schulabbrecher unter ausländischen Jugendlichen hoch sei. Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss sei mit 7,3 Prozent deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (5,7 Prozent). Auch lerne mit 50,3 Prozent nur etwa jeder zweite Grundschüler eine Fremdsprache, während die im Bundesdurchschnitt 67,0 Prozent seien. Als unterdurchschnittlich bewerteten die Forscher auch die Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik.