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Bildung - Hannover

Lehrerverbände fordern Arbeitsentlastung und mehr Geld

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Hannover (dpa/lni) - Vor geplanten Gesprächen mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) haben vier Lehrerverbände ihre Forderungen nach mehr Geld und Arbeitsentlastung für Pädagogen erneuert. Der angekündigte Stufenplan zu höherer Besoldung müsse zeitnah vorgelegt werden, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Laura Pooth, am Montag. Nach den Empfehlungen der Arbeitszeitkommission erwarte man zudem konkrete Schritte zur Entlastung der Lehrkräfte.

Ende Oktober hatte die Kommission die Ergebnisse ihrer Arbeitszeit-Analyse vorstellt, wonach Lehrer in Niedersachsen länger arbeiten als erlaubt. Tonne hatte den Verbänden Gespräche im Rahmen eines "Pakts zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Lehrkräften und Schulleitungen" angeboten. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, die Gespräche sollen Ende des Jahres aufgenommen werden.

Der Landesvorsitzende Franz-Josef Meyer vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) forderte, Lehrer an Grundschulen sowie an Haupt- und Realschulen müssten gleich besoldet werden wie Studienräte an Gymnasien. Obwohl das Studium für beide Berufsgruppen mittlerweile gleich lang sei, richte sich die Bezahlung nach einem sozialen Ranking des 19. Jahrhunderts. Torsten Neumann, Landesvorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR), mahnte eine repräsentative Arbeitszeit-Erfassung auch für Lehrer an Förder-, Haupt- und Oberschulen sowie an berufsbildenden Schulen an. Frank Stöber vom Schulleitungsverband appellierte an Tonne, die Schulleiter besser zu bezahlen und sie stärker als bisher von der Unterrichtsverpflichtung zu entlasten.