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Bildung - Erfurt

CDU kritisiert Einstellungspraxis für Lehrer

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Erfurt (dpa/th) - Die CDU-Fraktion hat das Bildungsministerium für die Einstellungspraxis von Lehrern in den Thüringer Schuldienst kritisiert. Im vergangenen Jahr hätten 88 offene Stellen gar nicht besetzt werden können, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Geibert am Mittwoch. Er bezieht sich nach Angaben eines Sprechers dabei auf eine mündliche Antwort der Landesregierung im Bildungsausschuss. Demnach sollen diese Stellen aber im Jahr 2019 nachbesetzt werden.

Der Antwort zufolge schieden im vergangenen Jahr 1296 Lehrer, die 1140 Vollzeitstellen ausgefüllt hatten, aus dem Schuldienst aus. Da 220 Vollzeitstellen von Lehrern, die sich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befanden, nicht nachbesetzt werden sollten, wurden nur 959 Vollzeitstellen zur Nachbesetzung freigegeben. Tatsächlich wurden 871 Vollzeitstellen nachbesetzt.

Im Durchschnitt dauerte es im vergangen Jahr 37 Tage, bis eine offene Lehrer-Stelle in Thüringen nachbesetzt werden konnte. In 114 Fällen dauerte es zwischen einem und drei Monaten. Geibert bezeichnete das mit Blick auf den Unterrichtsausfall in Thüringen als "Fiasko".