ZwischennutzungThe Lovelace: So sieht Münchens neues Pop-Up-Projekt aus

4800 Quadratmeter in der Innenstadt: Das Lovelace ist Münchens spannendstes Zwischennutzungsprojekt - mit Bars, Läden und einer grandiosen Aussichtsterrasse.

Von Martin Moser

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Gleich in der Hotellobby steht es, das überlebensgroße Victory-Zeichen. Und genau hier wird sofort klar, warum das Symbol so gut zu Münchens neuestem und wohl aktuell teuersten Zwischennutzungsprojekt passt: Klar, mögen böse Zungen sagen, eine Josef-Ackermann-Gedächtnis-Hand, genau richtig für die ehemaligen Hallen der Bayerischen Staatsbank in der Kardinal-Faulhaber-Straße 1, in denen sich jetzt das Lovelace befindet. Dabei geht es vielmehr um die beiden in die Höhe gereckten Finger. Zwei Jahre, zeigt die Hand, in denen ihr Bars, Restaurant, das Hotel und all die Veranstaltungen genießen dürft. Dann ist im Jahr 2019 wieder Schluss.

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Für diese kurze Zeit haben Michi Kern und sein Geschäftspartner Gregor Wöltje 4800 Quadratmeter sterile Bankräume in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Eigentlich wollte man seit Mai bereits eröffnet haben. An diesem Donnerstag soll schon mal eine erste Preview-Party stattfinden - ein Champagnersteller hat dazu eingeladen. Im Sommer geht es dann richtig los.

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Das Lovelace will nicht nur ein Hotel sein, sondern ein Happening. Was das genau bedeutet? In den öffentlich zugänglichen Räumen, an den Bars, den kleinen Geschäften und im Café sollen sich Gäste und Münchner mischen. Jeden Tag wird es Veranstaltugen geben: Modenschauen, Filme, Konzerte, Musik.

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Und wer dem ganze Trubel entkommen will, zieht sich auf eines der 35 Hotelzimmer zurück. Die liegen wenige Schritte von den öffentlichen Räumen entfernt in den ehemaligen Büros der Bankvorstände, schön schalldicht, jedoch mit 170 Euro pro Nacht - für die kleineren Zimmer - nicht ganz so billig.

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Die eigenwillige Tapete wurde eigens für das Lovelace angefertig. Die Betreiber rechnen mit mehr als einer Million Euro an Umbaukosten - für zwei Jahre Zwischennutzung.

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Ganz oben im dritten Stock befindet sich die größte Hotelbar des Gebäudes. Die Tresen sind in gold verkleidet, an den Wänden wachsen Pflanzen.

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Gut 35 Meter lang soll allein der Tresen an der Längsseite sein, damit wäre es wohl der Längste in der Stadt. L-förmig führt er um einen großen Lichtschacht.

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Im dritten Stockwerk gibt es vier Bars und zwei Studios, die man für Veranstaltungen mieten kann. In die Stockwerke darunter ziehen verschiedene Pop-Up-Läden und ein Barbershop ein.

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Ein wenig versteckt im dritten Stock liegt die schönste Ecke des ganzen Hauses: eine kleine Außenterrasse mit fantastischem Ausblick auf die Frauenkirche - ein Ort, der eigentlich viel zu herrlich ist, als dass er in gut zwei Jahren wieder verschwinden muss.

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