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Zwischenfall:Brauereipferd bricht tot zusammen

Es war 900 Kilo schwer und seit mehr als zehn Jahren für Augustiner unterwegs: Ein Brauereipferd ist am Sonntagnachmittag auf dem Heimweg vom Oktoberfest tot zusammengebrochen. Der Hengst war in einem Sechsergespann auf dem Weg von der Theresienwiese zurück zur Tierklinik der LMU an der Veterinärstraße, wo die Augustiner-Pferde untergebracht sind. Nach Angaben von Augustiner starb der Kaltblüter an Herz-Kreislauf-Versagen. Die Pferde seien zur Wiesn von einem Halter aus dem Bayerischen Wald gemietet worden, sagte ein Sprecher. Auf dem Oktoberfest hat jede der sechs Brauereien ein Sechsergespann, bis zu 46 Pferde sind beinahe täglich auf der Theresienwiese im Einsatz. Früher transportierten die Tiere tatsächlich Bier, nun tun sie das nur noch symbolisch. Die Tierschutzorganisation Peta hat nach dem Vorfall erneut gefordert, Pferdenutzung auf der Wiesn zu verbieten. "Die Brauereien sollten sich schämen, die sensiblen Tiere für ihre geschäftlichen Zwecke derart auszunutzen", schreibt Peter Höffken, bei Peta Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche. Die Organisation hat schon früher Anzeigen erstattet, etwa weil Pferde schlecht behandelt wurden oder sie in schlechtem Zustand waren.

© SZ vom 04.10.2017 / ebri
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